Urkunde

Das Wappen

  • Wappen von Amtzell
  • Das 1939 verliehene Gemeindewappen zeigt den Bären des Klosters St. Gallen im Hinblick auf die Christianisierung sowie die dreilatzige Stauferfahne, die die Grafen von Montfort in ihrem Wappen führten.

Geschichte der Gemeinde Amtzell

Die Gründung des Ortes Amtzell und seiner ältesten Weiler dürfte zwischen den Jahren 700 und 900 nach Christus erfolgt sein. So zum Beispiel wird 860 nach Christus erstmals der Weiler Karbach erwähnt. Die ersten Urkunden von Amtzell stammen aus dem 13. Jahrhundert.

Die erste Erwähnung des Ortes Amtzell findet sich in einer Urkunde des Ritters Heinrich von Ravensburg, die am 13. Juni 1257 ausgestellt wurde. Demnach konnte Amtzell im Jahr 2007 das 750-jährige Jubiläum seiner Erwähnung feiern.

Amtzell gehörte wohl ursprünglich den Welfen, später den Grafen von Montfort. Im Jahr 1302 verschenkte es Hugo von Montfort aus dem Montfort'schen Besitz an das Kloster Weingarten. Danach wechselte der Besitz immer wieder: so 1360 zum Kloster Weißenau oder im 15. Jahrhundert zu den Sirgen von Sirgenstein, die übrigens im 16. Jahrhundert auch das Amtzeller Schloss erbauten. Von den Sirgen (Epitaph des Joachim von Sirgenstein in der Pfarrkirche Amtzell) ging die Herrschaft über Amtzell 1593 an die Humpis von Waltrams. Die Herren von Altmannshausen erwarben dann 1672 die Hoheit über Amtzell. 1749 verkauften sie an den fürstlichen Oberhofmarschall zu Kempten, Carl Josef von Reichlin-Meldegg, dessen Allianzwappen noch heute am Toreingang des Schlosses zu sehen ist. Reichlin-Meldegg ließ in den Jahren 1752/53 das Schloss durch den Baumeister Johann Georg Specht verändern. Die reichsritterschaftliche Besitzung gelangte 1806 unter königlich württembergische Oberhoheit. 1838 dann erwarb der Staat das Schloss. Im Jahr 1839 schließlich wurde es von der Gemeinde Amtzell gekauft, die es damals als Schule benutzte.

Die Geschichte des Weilers Pfärrich (früher Pfärig, Pferrich) ist eng mit der dortigen Marienwallfahrtskirche verbunden, die 1386 als Wallfahrtskirche eingeweiht wurde. Als ihr Stifter wird Ritter von Hakken genannt, dessen Name und Wappen auch heute noch in der Kirche zu sehen sind. Pfärrich war lange Zeit ein viel besuchter Wallfahrtsort. Nach gelungenen Renovierungen der Kirche in den Jahren 1985/86 sowie 2010/12 ist das barocke Kleinod bei Besuchern und Wallfahrern auch heute sehr beliebt.

Marienwallfahrtskirche

Der Ort Amtzell sowie sein Nahbereich bildete unter württembergischer Oberhoheit eine eigene politische Gemeinde neben der Gemeinde Pfärrich. Im Jahr 1824 wurde Amtzell in die Gemeinde Pfärrich eingegliedert. Laut Anordnung des „königlich Höchstpreislichen Ministeriums des Innern" wurde die Gemeinde Pfärrich am 01. Juli 1858 in Amtzell umbenannt.

Das Rathaus war seit der Bildung der Gemeinde Amtzell im Schloss untergebracht. Das jetzige Rathausgebäude, das bis dahin Pfarrhaus gewesen war, hat die Gemeinde Amtzell durch Vertrag vom 2. Juli 1909 von der katholischen Pfarrgemeinde erworben. Es wurde 1971 durch einen Anbau in nördlicher Richtung erweitert.

Im Jahr 1939 hatte die Gemeinde 1821 Einwohner, 1955 waren es 2181 und derzeit leben über 4000 Menschen in Amtzell. Auf einer Gemarkungsfläche von 3058 Hektar befinden sich 124 zum Teil kleinere Weiler und Einzelhöfe.

  • Amtzell im Allgäu
  • Waldburger Straße 4
  • 88279 Amtzell
  • Telefon: 07520 950-0
  • E-Mail: info@amtzell.de
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